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JACASA Letter KW41

Björn Kolbmüller Geschäftsführer
11. Okt 2025 / 6 Min. Lesezeit
JACASA Letter KW41

Aktuelle Artikel

Wärmepumpe senkt Heizkosten deutlich – Gas wird zur Kostenfalle

Viele Haushalte müssen 2025 mehr fürs Heizen zahlen. Besonders Gas wird teurer. Das zeigen der Heizspiegel 2025 von co2online und neue Berechnungen von 1Komma5°. Gründe sind höhere Energiepreise und ein kalter Jahresstart. Heizöl, Fernwärme und Wärmepumpen steigen nur moderat. Die Kostenlücke zwischen Gas und Wärmepumpe wächst. Im Beispielhaus mit 170 m² und 20.000 kWh Wärmebedarf kostet eine alte Gasheizung (85 % Wirkungsgrad) rund 2.880 Euro pro Jahr. Selbst eine neue Gastherme (99 %) liegt noch bei etwa 2.473 Euro. Eine Wärmepumpe mit Photovoltaik, dynamischem Stromtarif, Speicher und smarter Steuerung senkt die jährlichen Heizkosten laut 1Komma5° auf rund 750 Euro. Die Ersparnis gegenüber der alten Gasheizung beträgt damit etwa 2.130 Euro bzw. 74 %. Auch ohne PV und Sondertarif ist die Wärmepumpe günstiger: Bei 39,7 Cent/kWh Strom fallen etwa 1.985 Euro pro Jahr an – rund 895 Euro weniger als bei alter Gasheizung und noch gut 20 % unter einer neuen Gastherme. Der Kostenvorteil beruht auf der hohen Effizienz der Wärmepumpe (aus 1 kWh Strom werden im Beispiel 4 kWh Wärme). Co2online rechnet zudem langfristig mit stark steigenden Kosten für Gas und Öl, vor allem wegen höherer CO2-Preise. In 20 Jahren könnten fossile Heizungen so zur Kostenfalle werden. Beispielrechnung: unsaniertes Einfamilienhaus mit Gas rund 120.000 Euro, mit energetischer Sanierung und Wärmepumpe etwa 16.000 Euro. Für Makler heißt das: Heiztechnik wird zum harten Preis- und Vermarktungsargument. Wärmepumpe und PV im Exposé klar hervorheben, Nebenkosten realistisch kalkulieren und Verkäufer frühzeitig auf Modernisierungschancen hinweisen.

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Hauspreise steigen: Metropolen und Umland treiben den Markt

Die Hauspreise in Deutschland legen weiter zu. Trotz höherer Zinsen und konjunktureller Unsicherheit bleibt der Markt stabil. Besonders kräftig steigen die Preise in den Metropolen München, Berlin und Hamburg sowie in deren Umland. Auch gut angebundene Mittelstädte verzeichnen spürbare Zuwächse. Treiber sind ein knapper Bestand, anhaltend hohe Nachfrage und deutlich gestiegene Baukosten. Zusätzlich erhöhen energetische Sanierungen vielerorts die Bewertung von Bestandsobjekten. In Mittelstädten und ausgewählten ländlichen Regionen zeigt sich ein heterogenes Bild mit stabilen bis moderaten Anstiegen, abhängig von Nachfrage, Angebot und Infrastruktur. Einfamilienhäuser bleiben die gefragteste Objektklasse, vor allem in Lagen mit guter Verkehrsanbindung und intakter Versorgung. Käufer achten stärker auf Wohnqualität, Energieeffizienz und langfristige Wertstabilität. In ländlicheren Räumen nimmt die Nachfrage nach gut erhaltenen Bestandsimmobilien zu; Objekte mit hohem energetischen Standard gewinnen auch außerhalb der Ballungsräume an Attraktivität. Viele Eigentümer lassen ihren aktuellen Immobilienwert prüfen, um Vermögen zu bilanzieren oder Verkaufsoptionen zu bewerten. Homeday meldet eine kostenlose Online-Bewertung auf Basis aktueller Marktdaten und bietet ergänzend Vor-Ort-Termine an. Fazit: Der Markt zeigt sich resilient, Eigentümer profitieren in vielen Regionen vom anhaltenden Wertauftrieb.

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Bundestag beschließt Bauturbo: Schnellere Baugenehmigungen

Der Bundestag hat den Bauturbo beschlossen. Ziel ist mehr Neubau und geringere Kosten. Kern des Gesetzes: Kommunen dürfen bis Ende 2030 von Bebauungsplänen abweichen und Verfahren deutlich verkürzen. Bauvorhaben gelten künftig als zulässig, wenn die Gemeinde nicht fristgerecht widerspricht. Die Bauministerin stellt Genehmigungen binnen drei Monaten in Aussicht. Das gilt für Neubauten, Aufstockungen und Nachverdichtungen. Lärmschutzvorgaben werden flexibler, um innerstädtische Projekte zu erleichtern. Der Bund rechnet mit Einsparungen von bis zu 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Ob das gelingt, hängt von den Kommunen ab. CDU/CSU setzt auf entschlossene Bürgermeister. Eine große BauGB-Novelle zur dauerhaften Entschlackung ist in Vorbereitung. Kritik kommt von den Grünen: Es fehlen Vorgaben für sozialen und gemeinwohlorientierten Wohnraum sowie eine Baupflicht, damit genehmigte Projekte auch starten. Der Bedarf ist hoch: 2024 wurden 251.900 Wohnungen fertig, 14,4 Prozent weniger als 2023. Das frühere Ziel von 400.000 pro Jahr blieb unerreicht. Die schwarz-rote Regierung nennt kein neues Ziel, will aber die Wohnungsnot mindern. Wichtig für Makler: Der Umwandlungsschutz von Miet- in Eigentumswohnungen bleibt in angespannten Märkten bis Ende 2030 bestehen. Mehr Tempo bei Genehmigungen kann das Angebot ab 2026 erhöhen. Aufstockung und Nachverdichtung werden attraktiver. Beobachten Sie, welche Städte die neuen Spielräume aktiv nutzen und wo Fristen tatsächlich sinken.

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IVD gibt Bundesregierung schlechte Note für Wohnpolitik

Der IVD verteilt an die neue Bundesregierung eine 4- in der Wohnpolitik. Präsident Dirk Wohltorf sieht die nach dem Ende der Ampel aufgekommene Zuversicht verflogen. Die Regierung sende falsche Signale. Das machte der Verband auf der Expo Real deutlich; neben Wohltorf trat auch Christian Osthus auf. Für Makler ist die Botschaft klar: Die politischen Rahmenbedingungen bleiben vorerst unsicher. Investoren agieren zurückhaltend. Finanzierungen bleiben anspruchsvoll. Das drückt auf den Neubau und verzögert Transaktionen. Käufer verhandeln härter. Verkäufer müssen Preisvorstellungen anpassen. In der Vermietung hält die Nachfrage an, doch Regulierung bleibt ein Risikofaktor. Was jetzt hilft: Bestandskunden aktiv informieren und Erwartungen managen. Fördermöglichkeiten und lokale Programme prüfen und in Exposés nutzen. Energie- und Instandhaltungsthemen proaktiv bespielen. Finanzierungspartner früh einbinden und Alternativen aufzeigen. Vermarktungszeiten realistisch planen und mit belastbaren Markt- und Vergleichsdaten argumentieren. Im Neubauvertrieb Zielgruppen schärfen und flexible Modelle prüfen. Kommunale Beschlüsse und Fristen eng begleiten. Lead-Generierung funktioniert derzeit besonders über Beratung statt Angeboten: Sanierungsfahrplan, Fördercheck und realistische Kaufpreisanalysen. Wer diese Services sichtbar macht, gewinnt Vertrauen und Vorsprünge im Akquisegespräch.

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Expo Real: Finanzierung stockt, Branche hofft auf Bauturbo

Auf der Expo Real in München zeigt sich ein geteiltes Bild. Viele Marktteilnehmer blicken optimistischer auf 2026, doch im Alltag bleibt die Finanzierung zäh. Banken prüfen strenger, verlangen mehr Eigenkapital und kalkulieren Risiken konservativ. Das bremst vor allem den Neubau. Kapital fließt eher in Bestandsobjekte mit stabilen Mieten. Projektentwickler berichten, dass Gespräche zwar stattfinden, aber nur selten in verbindliche Zusagen münden. Zahlreiche Vorhaben liegen deshalb auf Eis oder werden verkleinert. Gleichzeitig fehlen klare politische Signale. Die Branche hofft auf schnellere Verfahren und verlässliche Rahmenbedingungen. Der angekündigte Bauturbo ist noch kaum spürbar. Das verstärkt die Zurückhaltung, weil Kosten, Zinsen und Genehmigungszeiten schwer planbar sind. Auf Käufer- und Verkäuferseite bleibt die Lücke bei Preisvorstellungen spürbar. Investoren erwarten weitere Anpassungen, Eigentümer hoffen auf eine zügige Stabilisierung. Aktiv ist der Markt vor allem dort, wo Cashflows belastbar sind und ESG-Risiken gering. In Summe entsteht ein Warte-Markt: Einige bereiten sich auf neue Deals vor, andere sichern Liquidität und meiden Neubaurisiken. Ob daraus eine neue Krise wird, hängt aus Sicht der Aussteller von Finanzierungskonditionen, Baukosten und politischem Rückenwind ab. Bis dahin bleiben selektive Transaktionen die Regel – breite Dynamik fehlt.

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Artikel von
Björn Kolbmüller
Björn Kolbmüller ist Gründer und Geschäftsführer von Jacasa mit Sitz in Berlin....
Björn Kolbmüller ist Gründer und Geschäftsführer von Jacasa mit Sitz in Berlin. Er ist seit über 15 Jahren in der Startup-Szene aktiv und beschäftigt sich rund um die Uhr mit dem Thema Immobilien.
Björn Kolbmüller
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