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Katasteramt: Behörde für amtliche Landvermessungen

Björn Kolbmüller Geschäftsführer
10. Jul 2025 / 19 Min. Lesezeit
Katasteramt: Behörde für amtliche Landvermessungen

Das Katasteramt – auch Vermessungsamt, Vermessungsbehörde oder Amt für Bodenmanagement genannt – ist eine Behörde bzw. Dienststelle, die für die Vermessung von Grundstücken und Flurstücken verantwortlich ist. Außerdem ist es für die amtliche Kartographierung von Landschaften und Seegebieten verantwortlich.

Warum das Katasteramt für Verbraucher so wichtig ist, was die verschiedenen Begriffe wie zum Beispiel Grenzattest, Teilvermessung oder Urvermessung bedeuten und welche Tätigkeiten ein Vermessungsamt übernimmt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Was ist ein Kataster?

Das Katasteramt ist eine Dienststelle des Staates oder einer Kommune. Es ist vor allem für die Vermessung und Kartographierung bestimmter Gebiete innerhalb eines Landes zuständig. Dabei bezeichnen sogenannten Flurstücke alle vermessenen Gebiete.

Die generelle Bezeichnung für ein Katasteramt lautet auch Vermessungsamt oder Vermessungsbehörde, in manchen nördlichen Regionen Deutschlands wird die Behörde selbst auch als Flurstück bezeichnet. Hingegen heißt die Bezeichnung im Süden Deutschlands, sowie in der Schweiz und Österreich einfach “Kataster“.

Aber was genau ist eigentlich ein Kataster? Ein Kataster selbst ist eine Sammlung, oder vielmehr ein Register von Dingen. Das Katasteramt ist für den Liegenschaftskataster verantwortlich, also ein Register aller vermessenen Flurstücke und Grundstücke eines gewissen Gebiets zum Beispiel einer Stadt, einer Gemeinde, eines Dorfes oder eines Stadtviertels.

Lupe sucht Grundstück auf einer Katasterkarte

Unter Flurstück ist hierbei ein begrenztes und vermessenes Gebiet zu verstehen, dem eine spezifische Identifikationsnummer, oder auch Flurstücksnummer, zugeordnet ist. Zusätzlich werden in einem Liegenschaftskataster auch Eigenschaften der Grund- bzw. Flurstücke katalogisiert.

Das Vermessungsamt trägt die vermessenen Flurstücke zunächst in ein sogenanntes Liegenschaftsbuch ein. Sie geben Auskunft über die vermessenen und erfassten Grundstücke. Daraufhin wird eine entsprechende Liegenschaftskarte (auch Flurkarte oder Katasterplan genannt) erstellt.

Diese enthält die räumliche Lage eines Grund- oder Flurstücks und die darauf befindlichen Gebäude. Eine solche Liegenschaftskarte hat eine wichtige Rolle, denn zum einen belegt sie die Existenz von Grundstücken und zum anderen wird die Grundsteuer auf deren Grundlage berechnet.

Übrigens: Gebäude und Grundstück zusammen bilden die sogenannten Liegenschaften.

Gut zu wissen

Der Begriff Kataster leitet sich vom französischen Wort “cadastre” ab, was Register bedeutet. Das “cadastre” wurde in Frankreich bereits früher zur Erhebung der Grundsteuer genutzt. Hierfür wurden alle Grundstücke vermessen.

Seit 1798 sind somit alle Flächen, die sich im Besitz der Kirche oder des Adels befanden, amtlich vermessen und in einem Kataster aufgenommen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte dann Napoleon die Vermessung aller linksrheinischen Gebiete ein.

Daraufhin schloss sich auch das damalige Preußen mit dem Anlegen und der Führung von Katastern an. Daher wurde, um ein gerechtes Steuersystem zu erschaffen, zwischen 1822 und 1835 das erste rheinisch-westfälische Urkataster zusammengetragen.

Zuständigkeiten des Katasteramtes

Vermessungsämter kommen immer dann ins Spiel, wenn neue Flurstücke oder Bauland in einer Gemeinde, einer Stadt oder einem Stadtviertel erschlossen, beziehungsweise vermessen werden muss.

Eine Beamte sitzt lächelnd an ihrem Arbeitsplatz.

Außerdem ist ein solches Amt für die Führung des Liegenschaftskatasters verantwortlich. Zusätzlich spielt das Katasteramt aber auch für Verbraucher eine wichtige Rolle. Sie sind wichtige Auskunftsstellen, wenn es um die Information eines Grundstücks oder Flurstücks geht.

Das Katasteramt sichert Eigentumsrechte und erfasst Grundstücke genau, was für Planung und Entwicklung unerlässlich ist. Björn Kolbmüller Björn Kolbmüller Geschäftsführer

Dienstleistungen

Das Katasteramt bietet eine Reihe an unterschiedlichen Vermessungen an. Generell lassen sich diese in drei Kategorien einteilen:

  • Urvermessungen:
    Hierbei handelt es sich um die erstmalige Erfassung von Grenzen eines bestimmten Grundstücks. Sie bildet somit die Basis des Katasters und ist nach Neuanordnungen von Grundstücken (Flurbereinigung), sowie nach Festlegen neuer Grenzen (Teilvermessung) nötig.
  • Neuvermessungen:
    Im Laufe einer Katasteraktualisierung werden Neuvermessungen durchgeführt. Sie kommen zum Beispiel bei der Planung eines neuen Bauprojektes in Frage. Vor allem aber dann, wenn damit eine Grundstücksgrenze verändert werden soll.
  • Fortführungsvermessungen:
    Diese Art der Vermessung wird zur Erweiterung des Katasters durch ein neues Flurstück vorgenommen. Zur Fortführungsvermessung zählen – je nach Situation – sowohl Gebäudeeinmessungen, als auch Teilvermessungen.

Außerdem können Grundstückseigentümer oder Verbraucher mit nachgewiesenem Kaufinteresse beim Katasteramt ein Katasterauszug anfordern, um sich über ihr Grundstück zu informieren. Generell werden in einem solchen Katasterauszug Informationen über Geodaten und Eigentumsrechte gegeben.

Es gibt verschiedene Arten von Auszügen, die Sie als Eigentümer oder Verbraucher mit Kaufinteresse anfordern können:

  • Grundbuchauszug
  • Liegenschaftskarte (Flurkarte oder auch Katasterplan genannt)
  • Auszug aus dem Liegenschaftsbuch
  • Bebauungsplan
  • Flurstücksnachweis
  • Bestandsnachweis

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Katastervermessung

Eine der wichtigsten Aufgaben eines Katasteramts ist die Katastervermessung. Das Katasteramt prüft die Grenze und die Fläche von Grund und Boden und schreibt diese anschließend fest. Darüberhinaus werden Nutzungsgrenzen und eventuell vorhandene Gebäude aufgenommen und eingezeichnet.

Ein Vermessungsgerät steht auf einem Grundstück.

Bei Bedarf führt das Katasteramt auch Absteckungs- und Abmarkungsmaßnahmen durch und stellt Grenzbescheinigungen aus. Die Vermessungen werden von öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren durchgeführt, die vom jeweiligen Katasteramt beauftragt werden.

Übrigens: Sie können in einigen Bundesländern die Bodenrichtwerte der jeweiligen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte online beim Katasteramt einsehen. Dieses Projekt nennt sich “Bodenrichtwertinformationssystem für Deustchland” (BORIS-D), welches allerdings nur als Dachportal dient.

Für detaillierte Auskünfte der örtlichen Gutachterausschüsse für Grundstückswerte oder amtliche Auskünfte der Bodenrichtwerte müssen Sie die jeweils einzelnen Landesportale aufrufen (z.B. BORIS.BW für Baden-Württemberg).

Gut zu wissen

Grenzbescheinigungen (auch Grenzatteste genannt) basieren auf Gebäudeeinmessungen und bestätigen, dass ein Gebäude innerhalb der definierten Grundstücksgrenze errichtet wurde. Sie dienen hauptsächlich Investoren zur Absicherung gegen finanzielle Risiken bei der Rückzahlung von Baukrediten.

Kartographierung

Zu den weiteren Aufgaben der Vermessungsämter zählt die Erstellung von offiziellen Stadtplänen. Außerdem werden auch Luftaufnahmen erstellt und zusammen mit historischen Karten gesammelt. Viele dieser Pläne und Karten werden auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Fortführung des Liegenschaftskatasters

Zu den grundlegendsten Aufgaben eines Vermessungsamtes zählt das Führen und die Aktualisierung des Liegenschaftkatasters. Ein Liegenschaftskataster hat folgende Bestandteile:

  • Katasterbücher, oder auch Liegenschaftsbücher:
    Alle Flurstücke eines bestimmten Gebiets sind in den Liegenschaftsbüchern katalogisiert. Es ist Bestandteil des amtlichen Verzeichnisses aller Grundstücke. Die Einteilung erfolgt in Gemarkungen, Fluren und Flurstücken.
  • Katasterkarten:
    Auch Liegenschaftskarten oder Flurkarten genannt, enthalten Katasterkarten genaue Daten zu den katalogisierten Flurstücken eines Gebiets.
  • Vermessungszahlenwerk:
    Das Vermessungszahlenwerk umfasst Ergänzungskarten und Vermessungsrisse.

Früher wurden diese Daten alle in Papierform dokumentiert. Heute liegen die meisten Informationen bereits digitalisiert vor, da sich die Ämter vermehrt mit Geoinformationen beschäftigen: Die herkömmliche Flurkarte wurde durch die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK) abgelöst.

Ein Mann sitzt an einem PC, auf dem eine Karte geöffnet ist.

Die digitale Flurkarte bietet zudem meist auch eine breitere Datenabdeckung. Neben Grenzen und Größe sind zum Beispiel auch viele weitere Details über die Nutzungs- und Bebauungsart eines Grundstücks enthalten.

Folglich enthält das Liegenschaftskataster sämtliche Daten zur Bezeichnung über ein gewisses Gebiet:

  • geografische Lage
  • Flur, Flurstücksnummer und Gemarkung
  • Größe der Grund- und Flurstücke
  • deren Nutzungsart
  • deren Eigentumsverhältnisse

Gut zu wissen

Eine Gemarkung bezeichnet die Flächeneinheit im Liegenschaftskataster und fasst dabei mehrere Grundstücke zu einem Areal zusammen.

Um einen Kataster aktuell zu halten, muss das verantwortliche Katasteramt für die Fortschreibung der Dokumente, beziehungsweise für die Aktualisierung der digitalen Datenbanken (ALK) sorgen.

Weiterhin übernimmt das Vermessungsamt bei Grundstücksänderungen das Erstellen von Fortführungsnachweisen und außerdem die Benachrichtigungen an Eigentümer und an das Grundbuchamt.

Der Unterschied zwischen Grundbuch- und Katasteramt

Sowohl das Katasteramt, als auch das Grundbuchamt sind Instanzen, die amtliche Verzeichnisse von Grundstücken führen. Dabei richten sich beide nach der deutschen Grundbuchordnung (GBO). Das Grundbuchamt führt dabei das Grundbuch, welches die rechtlichen Verhältnisse an Grundstücken festhält.

Demgegenüber führt das Katasteramt das Liegenschaftsbuch, in dem die tatsächlichen Verhältnisse der Grundstücke dargestellt sind – sprich geografische Lage, Größe, Abgrenzung, Nutzungsart, Gebäude und dergleichen. Das Katasteramt befasst sich also ausschließlich mit Fragen der Vermessung.

Rechts ein Grundbuch-Dokument, links ein Vermessungsgerät vom Katasteramt.

Das bedeutet beispielsweise, dass sich Nachbarn bei einem Streit über den Grenzverlauf ihrer Gelände beim zuständigen Katasteramt Klarheit verschaffen können. Hingegen kann das Grundbuchamt bei Streitigkeiten über Eigentumsverhältnisse aufklären.

Gut zu wissen

Für das Messwesen sind nicht die Vermessungsämter, sondern separate Eichämter in jedem Bundesland zuständig. Zusätzlich gibt es eine Zentralstelle im Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV).

Wie wird ein Grundstück vermessen?

Wenn eine Liegenschaft vermessen werden soll, darf dies nicht vom Grundstücksbesitzer selbst durchgeführt werden. Es muss ein sogenannter Vermessungsingenieur von öffentlichen Stellen beauftragt werden.

Normalerweise werden für die Vermessung herkömmliche Methoden wie die Festpunktmessung genutzt, aber auch satellitengestützte Messmethoden kommen für die Vermessung von Grund- und Flurstücken zum Einsatz.

Wer sein Grundstück vermessen lassen will, hat außerdem die Möglichkeit, sich hierfür an ein Ingenieurbüro, oder in manchen Fällen auch an Baufirmen zu wenden. Ob die Vermessung auch von Baufirmen durchgeführt werden kann, hängt von der jeweiligen Regelung des Bundeslandes ab.

Gebühren für Vermessung oder Auszug aus dem Katasteramt

Die Kosten für eine Landvermessung müssen vom Eigentümer selbst übernommen werden. Wird neues Bauland von einer Gemeinde erschlossen, werden die Kosten für die neu vermessenen Flurstücke meist auf die Grundstückspreise umgelegt.

Auf einer Karte vom Katasteramt liegen Euro-Münzen gestapelt.

Ein pauschaler Preis kann hier nicht genannt werden, da verschiedenen Faktoren mit einspielen, wie zum Beispiel der Bodenrichtwert und die Größe des Grundstückes.

Die Gebühren für einen Auszug aus dem Katasteramt liegen bei rund 8,00 € – können je nach Stadt aber auch höher oder niedriger ausfallen. Handelt es sich um die Ausstellung einer Liegenschaftskarte, liegen die Kosten zwischen 12 und 60 €. Auch hier unterscheidet es sich je nach Bundesland oder sogar nach Amt.

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Welches Katasteramt ist zuständig?

Die Verantwortlichkeit eines Katasteramts hängt immer von der Lage des betroffenen Grundstücks ab. Hier gilt es vor allem zu beachten, dass es sowohl kommunale Katasterämter, Vermessungsämter auf Landkreis-Ebene und auch Katasterämter auf der Bundesland-Ebene gibt.

Diese Tabelle verschafft Ihnen einen ersten Überblick und listet alle zuständigen Katasterämter für das jeweilige Bundesland auf:

BundeslandZuständiges Katasteramt
Baden-WürttembergLandesamt für Geoinformation und Landentwicklung in Baden-Württemberg
BayernLandesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung
BerlinStadtentwicklungsamt, Fachbereich Vermessung
BrandenburgInnenministerium, Vermessungsverwaltung
BremenLandesamt Geoinformation
HamburgLandesbetrieb Geoinformation und Vermessung
HessenHessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation
Mecklenburg-VorpommernLandesamt für innere Verwaltung
NiedersachsenLandesamt für Geoinformation und Landesvermessung
Nordrhein-WestfalenGeobasis NRW
Rheinland-PfalzLandesamt für Vermessung und Geobasisinformation
SaarlandLandesamt für Vermessung, Geoinformation und Landentwicklung
SachsenStaatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung
Sachsen-AnhaltLandesamt für Vermessung und Geoinformation
Schleswig-HolsteinLandesamt für Vermessung und Geoinformation
ThüringenLandesamt für Vermessung und Geoinformation

Fazit

Das Katasteramt ist eine wichtige staatliche Dienststelle, die für die Vermessung und Kartographierung von Grundstücken verantwortlich ist. Es führt den Liegenschaftskataster, der sowohl in digitaler als auch in analoger Form alle wichtigen Informationen zu Grundstücken wie Lage, Größe und Nutzungsart dokumentiert.

Für Grundstückseigentümer und Kaufinteressenten bietet das Katasteramt verschiedene Dienstleistungen an, darunter Urvermessungen, Neuvermessungen und Fortführungsvermessungen. Außerdem können wichtige Dokumente wie Liegenschaftskarten, Flurstücksnachweise oder Grenzatteste beantragt werden, deren Kosten je nach Bundesland variieren.

Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrem Grundstück immer an das zuständige Katasteramt in Ihrem Bundesland. Die genaue Bezeichnung kann regional unterschiedlich sein – von Vermessungsamt über Vermessungsbehörde bis hin zu Amt für Bodenmanagement. Mit den richtigen Informationen können Sie Ihre Eigentumsrechte optimal sichern und Klarheit über Ihre Liegenschaft erlangen.

Artikel von
Björn Kolbmüller
Björn Kolbmüller ist Gründer und Geschäftsführer von Jacasa mit Sitz in Berlin....
Björn Kolbmüller ist Gründer und Geschäftsführer von Jacasa mit Sitz in Berlin. Er ist seit über 15 Jahren in der Startup-Szene aktiv und beschäftigt sich rund um die Uhr mit dem Thema Immobilien.
Björn Kolbmüller

Häufige Fragen – Katasteramt

  • Was ist ein Katasteramt und welche Aufgaben hat es?

    Das Katasteramt ist eine staatliche Behörde, die für die Vermessung und Kartographierung von Grundstücken zuständig ist. Es führt den Liegenschaftskataster, dokumentiert Grundstücksinformationen wie Lage, Größe und Nutzungsart und erstellt amtliche Karten. Diese Informationen dienen als Grundlage für Eigentumsrechte und Grundsteuerberechnungen

  • Wie bekomme ich einen Katasterauszug oder eine Liegenschaftskarte?

    Sie können einen Katasterauszug oder eine Liegenschaftskarte direkt beim zuständigen Katasteramt beantragen. Dies ist persönlich, schriftlich oder in vielen Bundesländern auch online möglich. Als Eigentümer oder mit nachgewiesenem Kaufinteresse erhalten Sie den Auszug gegen eine Gebühr von etwa 8-60 Euro, je nach Dokumentenart und Bundesland.

  • Was kostet eine Grundstücksvermessung durch das Katasteramt?

    Die Kosten einer Grundstücksvermessung variieren stark und hängen von Faktoren wie Grundstücksgröße und Bodenrichtwert ab. Die Vermessung muss von öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren durchgeführt werden. Ein pauschaler Preis kann nicht genannt werden. Bei Erschließung neuer Baugebiete werden die Vermessungskosten meist auf die Grundstückspreise umgelegt.

  • Was ist der Unterschied zwischen Grundbuchamt und Katasteramt?

    Das Grundbuchamt dokumentiert die rechtlichen Verhältnisse von Grundstücken (Eigentumsverhältnisse), während das Katasteramt die tatsächlichen Verhältnisse erfasst (Lage, Größe, Grenzen). Bei Grenzstreitigkeiten ist das Katasteramt zuständig, bei Eigentumsstreitigkeiten hingegen das Grundbuchamt. Beide Behörden arbeiten nach der deutschen Grundbuchordnung.

  • Welches Katasteramt ist für mein Grundstück zuständig?

    Die Zuständigkeit eines Katasteramts richtet sich nach der Lage Ihres Grundstücks. Es gibt kommunale Katasterämter, Vermessungsämter auf Landkreisebene und Katasterämter auf Bundeslandebene. In jedem Bundesland existiert eine zentrale Behörde für Geoinformation und Vermessung, deren Name je nach Region variieren kann (z.B. “Landesamt für Geoinformation”).

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